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Startschuss für das Projekt „Ersthelfer Südwestsachsen“ gefallen

Medienberichte 2 Minuten Lesezeit

Der Rettungszweckverband Südwestsachsen hat eine Ersthelfer-Homepage gestartet und befasst sich mit der Thematik auch auf Social-Media-Kanälen.

Westsachsen. 

„Ersthelfer Südwestsachsen“: So heißt ein Projekt, das der Rettungszweckverband Südwestsachsen mit der Aktivierung der Homepage „ersthelfer.rettzv-sws.de“ sowie weiteren Social-Media-Kanälen (Facebook, Instagram) gestartet hat. Das Projekt soll schnelle Hilfe vor Ort stärken.

Je schneller Wiederbelebungsmaßnahmen starten, desto höher sind die Überlebenschancen

Ein plötzlicher Herz-Kreislauf-Stillstand kann jederzeit und überall passieren: im Supermarkt, auf dem Sportplatz, im Familienkreis. „Mit einem dichten Netzwerk aus engagierten Ersthelferinnen und Ersthelfern sowie öffentlich zugänglichen Defibrillatoren kann schnell und wirksam geholfen werden – noch bevor der Rettungsdienst eintrifft“, sagt Jens Leistner, Geschäftsführer des Rettungszweckverbandes. Der Rettungsdienst benötige im Durchschnitt acht bis zwölf Minuten bis zum Eintreffen. Je schneller Wiederbelebungsmaßnahmen starten, desto höher seien die Überlebenschancen. Qualifizierte Ersthelfer könnten über die Integrierte Leitstelle Zwickau gezielt alarmiert und zum Einsatzort geleitet werden. Als Ersthelfer können sich alle Bürger des Landkreises Zwickau und des Vogtlandkreises registrieren lassen, die einen Lehrgang „Erste Hilfe“ oder „Betrieblicher Ersthelfer“ besucht haben – dieser sollte nicht länger als zwei Jahre zurückliegen. Die Projektpartner „Ersthelfer Südwestsachsen“, Deutsches Rotes Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund sowie die Johanniter-Unfall-Hilfe bieten ständig Auffrischungslehrgänge an. Darüber hinaus sind alle in medizinischen Berufen Tätige aufgerufen, sich als Ersthelfer zu registrieren.

Die Landräte Thomas Hennig (Vogtlandkreis) und Carsten Michaelis (rechts, Kreis Zwickau) haben gemeinsam das Projekt gestartet.

Die Landräte Thomas Hennig (Vogtlandkreis) und Carsten Michaelis (rechts, Kreis Zwickau) haben gemeinsam das Projekt gestartet. Bild: Rettungszweckverband

Die Alarmierung erfolgt über eine spezielle App, die dem Ersthelfer kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Gibt es in der Nähe des Notfallortes einen öffentlich zugänglichen Defibrillator, zeigt die App diesen Standort an – inklusive Wegbeschreibung. Es werden bei einem Notfall jeweils die drei nächstgelegenen Ersthelfer alarmiert. Automatisierte externe Defibrillatoren (AEDs) sind medizinische Geräte, die den Herzrhythmus analysieren und bei Bedarf einen lebensrettenden Schock abgeben. Die Eigentümer und Betreiber öffentlich zugänglicher AEDs sind aufgerufen, ihre Defibrillatoren ebenfalls auf der Homepage zu registrieren. Der Zweckverband hofft, dass durch das Projekt das Netz öffentlich zugänglicher AEDs ausgebaut wird. (jarn)

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