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Erster Spatenstich ist getan: Bau der neuen Rettungswache in Gersdorf beginnt

Foto: Krieger-Bauplanungs GmbH

Weil es am bisherigen Standort nicht mehr genügend Platz für die Einsatzkräfte und Technik gab, soll ein neues Objekt an anderer Stelle entstehen. Damit wird nicht zuletzt auch auf den höheren Anteil von Mitarbeiterinnen reagiert.

Eine der größten Investitionen der Region ist am Freitag eingeläutet worden. An der Bundesstraße 173 in Gersdorf erfolgte auf dem Areal neben dem ehemaligen Aldi-Markt der symbolische erste Spatenstich für den Bau einer neuen Rettungswache. Der Gersdorfer Bürgermeister Erik Seidel (parteilos), Jens Leistner, Geschäftsführer des Rettungszweckverbandes Südwestsachsen, sowie der Verbandsvorsitzende und Landkreisbeigeordnete Carsten Michaelis griffen bei Regenwetter zum Spaten.

Nach der weiteren Baustelleneinrichtung sollen auf dem Areal bald die Baumaschinen rollen, denn es gibt viel zu tun. Rund 1200 Quadratmeter Nutzfläche soll die neue Rettungswache haben. Teilweise wird das Gebäude zweigeschossig errichtet. Im Erdgeschoss entstehen Fahrzeughallen sowie Funktions- und Aufenthaltsräume, im Obergeschoss sind Umkleiden, Sanitärräume und Büros vorgesehen. „Der Standort wurde wegen eines Gutachtens gewählt“, erläuterte Carsten Michaelis. Direkt an der Bundesstraße gelegen, können die Rettungsfahrzeuge schnell in verschiedene Richtungen ausrücken. Nicht nur dieser Faktor spielt mit Blick auf die Ausrück-Zeiten eine Rolle. Im Vergleich zum aktuellen Standort an der Goldbachstraße in Oberlungwitz sind die Wege auch innerhalb der Rettungswache optimiert, sodass die Rettungsdienstmitarbeiter im Ernstfall schnell in den Fahrzeugen sein und losfahren können. „Derzeit müssen wir noch über den Hof zu den Garagen“, sagt André Kühnert, der für den Rettungsdienst im Kreisverband Hohenstein-Ernstthal des Deutschen Roten Kreuzes arbeitet.

In die Rettungswache an der Goldbachstraße wurde Mitte der 1990er-Jahre gezogen, nachdem es am Standort Badegasse in Hohenstein-Ernstthal zu eng geworden war. Nun ist das wieder der Fall. „Wir sind viel mehr Leute geworden“, sagt Gunter Philipp, der für den Rettungsdienst im DRK-Kreisverband zuständig ist. Derzeit gibt es rund 30 Mitarbeiter, dazu kommen noch Azubis und Freiwillige. Der neue Standort hat eine Kapazität für insgesamt etwa 50 Mitarbeiter, die hier in verschiedenen Schichten rund um die Uhr Dienst tun sollen. In 24 Stunden gibt es laut André Kühnert im Schnitt 20 bis 25 Einsätze für den Rettungsdienst, der sechs Fahrzeuge im Einsatz hat. Für zwei weitere Reservefahrzeuge wird in dem Neubau ebenfalls Platz sein. Den Erfordernissen der Retter wird er entsprechen. „Wir wurden gut in die Planung einbezogen“, freut sich Gunter Philipp. Dabei spielten auch die Mitarbeiterinnen eine wichtige Rolle. Ihr Anteil ist im Rettungsdienst gestiegen. Erweiterungen der Sozialräume am bisherigen Standort an der Goldbachstraße sind aber nicht mehr möglich. Hier war das DRK nur Mieter. In Gersdorf schafft der Rettungszweckverband nun Eigentum.

Laut Michaelis wurden für den Neubau insgesamt drei Millionen Euro eingeplant, die über die Krankenkassen finanziert werden. Die ersten Vergaben deuten darauf hin, dass der Kostenrahmen trotz der gestiegenen Baupreise eingehalten werden kann. „Die Inbetriebnahme der Rettungswache ist für Ende des Jahres 2022 geplant“, blickte Michaelis in die Zukunft. Weitere Baupläne für die Region hat der Rettungszweckverband Südwestsachsen bereits in der Schublade. Im Limbach-Oberfrohnaer Ortsteil Pleißa im Bereich Hohensteiner Straße/Lindenweg und in Wildenfels an der Hartensteiner Straße sind ebenfalls neue Rettungswachen geplant. Die Baugenehmigungen liegen laut Verbandsgeschäftsführer Jens Leistner bereits vor. Weitere Neubauprojekte in Werdau und Kirchberg sind in Vorbereitung.

Quelle: Freie Presse

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