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Schnelle und einheitliche Informationen für 10.000 Teilnehmer

Der Rettungszweckverband Südwestsachsen hat ein neues Alarminformations- und Warnsystem im Einsatz. Aus den verschiedenen Anwendungsfällen, die die neue Software erfüllt, werden die Redundanz-Alarmierung und die Bevölkerungs-Information nachfolgend näher vorgestellt

Die Integrierte Regionalleitstelle-IRLS Zwickau nutzt die Software GroupAlarm von cubos internet (Bild: Integrierte Regionalleitstelle Zwickau).

Der Rettungszweckverband Südwestsachsen ist Träger des bodengebundenen Rettungsdienstes in den Landkreisen Vogtland und Zwickau. Die von ihm betriebene integrierte Leitstelle in Zwickau ist u. a. für die Alarmierung der Einsatzkräfte in dem über 2400 Quadratkilometer großen Gebiet zuständig. Für diesen Zweck wird ein eigenes POCSAG-Funknetz betrieben.

Um weitere Bedarfsgruppen wie z. B. Bürgermeister und Pressestellen, Verwaltungsstäbe, Bauhöfe oder Schulämter im Ernstfall zu informieren, wurden bisher verschiedene Systeme eingesetzt. Diese waren historisch bedingt in den beiden Landkreisen unterschiedlich und untereinander nicht kompatibel. Wieder andere Systeme gab es für die Versorgung der Feuerwehren. Die Weitergabe von Alarminformationen, also den nicht-personenbezogenen Daten der Einsatzalarmierung an mehrere verschiedenen Systeme, schied aus Gründen des Datenschutzes und der Datensicherheit aus. Kurzum: Die eingesetzten Systeme waren nicht ausreichend flexibel, um allen Anforderungen an ein modernes Alarminformations- und Warnsystem gerecht zu werden.

Gesucht wurde ein einheitliches, datenschutzkonformes und sicheres System, welches Entscheider, Anlieger und Hilfskräfte beider Landkreise im Schadensfall alarmiert bzw. informiert. Neben der Redundanz für die Funkmeldeempfänger im Bereich Rettungsdienst/Feuerwehren soll das System dazu dienen, die Erreichbarkeit z. B. bei Bürgermeistern, Kriseninterventionsteams, dienstfreiem Personal, Landratsämtern, Hochwasseranliegern, Verwaltungsstäben, Bauhöfen, Pressevertretern oder Schulämtern sicherzustellen. In Summe wird in den beiden Landkreisen Vogtlandkreis und Zwickau mit etwa 10.000 Teilnehmern gerechnet.  Seit April 2020 ist die webbasierte Alarmierungslösung »GroupAlarm« von cubos beim Rettungszweckverband Südwestsachsen als neues Alarminformations- und Warnsystem im Aufbau. Aufgrund der anhaltenden Corona-Lage konnten noch nicht alle Schulungen und Projektschritte stattfinden. Zwei der vielen verschiedenen Anwendungsfälle, die die neue Software erfüllt, sind nachfolgend skizziert.

Anwendungsfall Redundanzalarmierung

Es war bisher nicht festgelegt, wie eine Alarmierung der BOS-Einheiten bei Ausfall der primären Funkversorgung erfolgen soll. Zwar sind vereinzelt Systeme der Zusatzalarmierung vorhanden, diese sind allerdings nicht direkt mit der Leitstelle verbunden und nicht immer mit aktuellen Daten versorgt. Die Ansteuerung erfolgt über die Auslesung der primären POCSAG-Alarmierung. Damit erfüllen sie lediglich die Anforderungen »Zusatzinformation/Zusatzalarmierung«, eine Verwendung als Redundanzsystem scheidet jedoch aus. Aus Gründen des Datenschutzes und der Datensicherheit war es wichtig, ein hochverfügbares System über eine definierte Schnittstelle anzubinden. Neben der Hochverfügbarkeit bietet »GroupAlarm« den Vorteil weiterer Zugriffswege (Web, App, …), die hilfreich sind, sollten Strukturen innerhalb der Leitstelle ausfallen. Durch die dauerhafte Verknüpfung beider Ebenen wird – neben der Ausfallsicherheit – auch die Zusatzalarmierung erreicht, sodass sich die generelle Erreichbarkeit der Einsatzkräfte im Alltag signifikant steigert.

Anwendungsfall Bevölkerungsinformation

Neben den Einsatzkräften gibt es verschiedene weitere Bedarfsträger, die Interesse an einer Alarmierung bzw. Information bei entsprechenden Lagen haben. Auch diese können über das neu eingeführte System flexibel abgebildet werden. Neben Landräten, Bürgermeistern, öffentlichen Ämtern können etwa auch gezielt Hochwasseranlieger angesprochen werden. Diese müssen innerhalb bestehender Hochwasserrisikopläne im Rahmen der Prävention von den jeweiligen Kommunen über anstehende Bedrohungen informiert werden. Diese Information ist, je nach Situation und Lage, auch zu dokumentieren. Die Dokumentation an weitere Akteure, wie z. B. die Wasserbehörde, kann dank des einheitlichen Systems vollautomatisiert erfolgen. Das Land Sachsen hat dazu mit dem Hochwassernachrichten- und Alarmdienst ein System geschaffen, welches notwendige Maßnahmen in einem Vier-Stufen-Plan festlegt. Die Ausrufung und die Bekanntmachung der jeweiligen Stufen an alle Bedarfsträger übernimmt ebenfalls »GroupAlarm«.

»GroupAlarm« ist die VdS-zertifizierte Alarmierungs- und Kommunikationsplattform, die in den Bereichen BOS, Industrie, öffentliche Verwaltung und im Gesundheitswesen täglich mehrere tausend Alarmierungen absetzt und eine schnelle Kommunikation sicherstellt und eine effektive Bewältigung von Zwischenfällen und Krisen ermöglicht. Weitere Informationen von GroupAlarm finden Sie unter : https://www.groupalarm.com

Quelle: https://leitstelle.kuhn-fachmedien.de/2021/07/01/schnelle-und-einheitliche-informationen-fuer-10-000-teilnehmer/

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Neue Rettungswagen – Rettungszweckverband geht neue Wege

©Peter Baumbach Rettungszweckverband Südwestsachsen

Plauen – (jl) Der Rettungszweckverband „Südwestsachsen“ hat im Rahmen der Ersatzbeschaffung erstmals vier Rettungswagen mit einem sogenannten „Kofferaufbau“ beschafft. Er beschreitet damit für ihn neue Wege.

Es werden schon seit Jahren Rettungswagen mit Kofferaufbau am Markt angeboten. Bislang waren diese dem Rettungszweckverband schlichtweg zu teuer. Mittlerweile liegen die Preise nur noch geringfügig über denen für Kastenaufbauten.

Der Kofferaufbau bietet mehr Platz im Patientenraum und ermöglicht dadurch mehr Arbeitsraum für Ärzte und Notfallsanitäter am Patienten. Der Beschaffung ging eine europaweite Ausschreibung voraus.

Den Auftrag erhielt die Firma Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeug GmbH. Ein Fahrzeug kostet 125.000,00 Euro. Die Fahrzeuge werden in Rettungswachen in Plauen, Zwickau und Wildenfels stationiert.

Weitere Bilder können Sie auch selbst bei unseren Leistungserbringern in Plauen und Wildenfels (JUH) aufnehmen.

©Peter Baumbach Rettungszweckverband Südwestsachsen

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Wahl des Verbandsvorsitzenden des RettZV „SWS“

©Peter Baumbach Rettungszweckverband Südwestsachsen

Im öffentlichen Teil der Verbandsversammlung des Rettungszweckverbandes „Südwestsachsen“ hat diese am 23. Oktober 2018 Herrn Carsten Michaelis zum neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt.

Der Kreistag des Landkreises Zwickau hatte beschlossen, dass der Beigeordnete, Herr Carsten Michaelis, als gesetzlicher Vertreter des Landkreises Zwickau der Verbandsversammlung des Rettungszweckverbandes „Südwestsachsen“ angehören soll und somit Herrn Dr. C. Scheurer ersetzt. Infolgedessen kann der bisherige Verbandsvorsitzende, Herr Dr. C. Scheurer, diese Funktion nicht mehr ausüben. Der Verbandsvorsitzende musste daher aus der Mitte der gesetzlichen Vertreter der beiden Verbandsmitglieder nach §52 Abs. 3 Satz 1 SächsKomZG neu gewählt werden.

Als Landrat und Vertreter des Landkreises Zwickau wurde Herr Dr. C. Scheurer am 23. Januar 2013 zum Verbandsvorsitzenden gewählt. Damit führte Herr Dr. C. Scheurer seit der Gründung des Rettungszweckverbandes „Südwestsachsen“ das Amt aus.Ein Dank gilt daher seiner langjährigen Funktion als Verbandsvorsitzender und der stets gut überlegten, verantwortungsbewussten, sowie engagierten Führung des Verbandes. Durch seinen Einsatz konnte sich der Rettungszweckverband stetig erfolgreich weiterentwickeln.

Der Beigeordnete des Landkreis Zwickau, Herr Carsten Michaelis, tritt nun den Vorsitz des Verbandes an. Als ehemaliger Bürgermeister von Jahnsdorf wechselte der studierte Jurist vom Rathaus ins Landratsamt Zwickau. Dort fungiert er als zweiter Stellvertreter von Landrat
Dr. Christoph Scheurer für den Geschäftskreis 2:Dezernat Ordnung, Umwelt, Verbraucherschutz; Dezernat Bau, Kreisentwicklung, Vermessung sowie für die Stabsstelle Brandschutz, Rettungsdienst, Katastrophenschutz.

Der Rettungszweckverband „Südwestsachsen“ begrüßt den neuen Vorstandsvorsitzenden und setzt weiterhin auf ein gemeinsames Engagement als Impulsgeber für die Arbeit im Verband.

Jens Leistner

Geschäftsführer

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Richtfest in Glauchau

Medieninformation

zum Richtfest der Rettungswache Glauchau 

– Mitarbeiter des DRK am Standort: ca. 50 Personen 

– Investitionsvolumen ca. 3,0 Mio EUR 

– Inbetriebnahme der Rettungswache ist für das Frühjahr kommenden Jahres geplant 

– neue Rettungswache ersetzt die bisherigen Rettungswachen in Glauchau, Plantanen-straße, und Meerane, Hospitalstraße 

– Grundstücksgröße: 4.146 m², davon überbaute Fläche (Rettungswache): 1.699 m². Den Rest bilden Verkehrs- und Grünflächen sowie Stellplätze für private PKWs und Außenanlagen. 

– Unterteilung in vier Nutzungseinheiten: 

o Nutzungseinheit 1 Fahrzeughalle – Fläche etwa 776 m² 

o Nutzungseinheit 2 Rettungswache (Aufenthalt, Büro, Apotheke etc.) – Fläche etwa 420 m² 

o Nutzungseinheit 3 Sanitärbereich (WC, Dusche, Umkleide etc.) – Fläche etwa 341 m² 

o Nutzungseinheit 4 Notarzt & sonstige Flächen (Lagerbereich, Hausanschlussraum etc.) – Fläche etwa 162 m² 

– Die Nutzungseinheiten 2 bis 4 bilden den Sozialbereich mit einer Geschosshöhe von 3,20 m. Die Geschosshöhe der Fahrzeughalle beträgt 4,80 m. 

– Die Dächer sind als Flachdach ausgeführt. Der Sozialbereich erhält zudem ein intensiv begrüntes Dach (Gründach). 

– Die Fahrzeughalle ist thermisch in zwei Bereiche unterteilt. Fahrzeughalle 1 = Notfallrettung (5 Stellplätze) = Raumtemperatur = 15°C ; Fahrzeughalle 2 = KTW´s + Reserve (10 Stellplätze) = Raumtemperatur = 5°C. Weiterhin gibt es eine Waschhalle. 

– exakte Vorhaltung: RTW: 3 x aktiv + 1 Reserve 

KTW: 4 x aktiv + 2 Reserve 

NEF: 1 x aktiv + 1 Reserve 

Sonstiges: 1 x MTW und 1 x B-Dienst 

– Größe je Stellplatz aktives Fahrzeug: 55m²; passive und Reservefahrzeuge: 25m² 

– Es wird 1 Notarzt-Appartement (inkl. eigenem Schlaf- und Sanitärbereich, Arbeitsplatz und Küche) vorgehalten. 

– Zusätzlich gibt es 8 Ruheräume sowie einen Fitnessraum. 

– Der Umkleidebereich wird mit einer versetzbaren Wand ausgestattet, wodurch der Platz-bedarf je nach Verhältnis Frauen/Männer angepasst werden kann. Somit wird der immer weiter wachsenden Anzahl von Frauen im Rettungsdienst genüge getan. 

Das eingeschossige Objekt (kurze Wegebeziehungen!) besitzt: 

– einen Notstromgenerator zur Überbrückung von Stromausfällen 

– eine Luftwärmepumpe zur Unterstützung des Gas-Brennwertkessels (Erfüllung des ge-setzl. vorgeschriebenen regenerativen Anteils bei der Wärmeerzeugung) 

– eine flächendeckende Fußbodenheizung auf niedrigem, energiesparenden Temperaturni-veau 

– eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung 

– ein flächendeckend installiertes akustisches Einsatzalarmierungssystem (ELA), dadurch Verminderung der Alarmierungszeiten 

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Eine moderne XXL-Rettungswache soll in etwa zwei Jahren an der B 283 am Ortseingang Adorf entstehen.

Von Marlies Dähn

Adorf – In Glauchau wird bereits gebaut. Für 2,8 Millionen Euro entsteht dort die größte Rettungswache des Rettungszweckverbandes Südwestsachsen (RZV). Neben Limbach- Oberfrohna und Wildenfels ist auch eine neue Rettungswache in Reichenbach im Gespräch.

„Wir führen dazu Verhandlungen mit der Stadt. Flächen im Areal Kaltes Feld Richtung Autobahn kommen in Reichenbach in Frage“, bestätigt Jens Leistner, Geschäftsführer vom Rettungszweckverband Südwestsachsen. Eine moderne XXL-Rettungswache soll auch in Adorf entstehen für rund 1,7 Millionen Euro in den nächsten zwei Jahren. In Frage kommt bisher eine Wiesenfläche gleich neben dem VW Autohaus Am Schwarzbach.

Die steht zum Verkauf, muss aber aufgeschüttet werden. Gemeinsam mit Vertretern vom Bauamt der Stadt Adorf hatte Jens Leistner Ausschau gehalten nach geeigneten Flächen für den Neubau an der B 92 und an der B 283. Adorf liege strategisch günstig, um die Hilfeleistungsfristen im Oberen Vogtland einzuhalten.

Eine Bauvoranfrage des RZV wurde im Technischen Ausschuss der Stadt Adorf befürwortet. Die nächste Rettungswache befindet sich momentan wenige Kilometer entfernt am Krankenhaus Adorf. Damals, beim Krankenhausbau in der Sorge, hatte man die Rettungswache gleich mit bei der Notaufnahme stationiert. „Wir haben dort ein Platzproblem und die Rettungswache gehört uns nicht“, beschreibt Leistner das Problem. Ein neuer Rettungswagen (RTW) ist seit dem 1. April im Bereich Adorf in Betrieb.

Um ihn unterzubringen, entsteht gerade ein Provisorium auf dem Gelände der Agrargenossenschaft Oberes Vogtland an der Sorger Straße, nur wenige Minuten vom Adorfer Krankenhaus entfernt.

Miet-Container und eine Fertigteil-Garage werden dort zur neuen Rettungswache auf Zeit. Hier könne man auch gleich testen, ob der Standort für die neue Rettungswache strategisch optimal ist. Steht die XXL-Rettungswache dann auf der grünen Wiese, geht die Fertigteil- Garage an die Bergwacht Klingenthal, die Miet-Container werden abgebaut. Die Rettungswache bei Bad Elster in Mühlhausen an der B 92 bleibe selbstverständlich erhalten.

Ebenso verbleiben an den Krankenhausstandorten Adorf und Schöneck nach Wegzug der Rettungswachen Notfallfahrzeuge für den Krankentransport. Die zentrale Rettungswache am neuen Standort Adorf wird ein gut 55 Meter langer und 30 Meter breiter Bau mit Platz für etwa zehn Einsatzfahrzeuge, mit Gargen, Waschanlagen und mit modernen, zeitgemäßen Aufenthalts- und Sanitärräumen für die Rettungskräfte. Rund 50 Leute könnten dann in Adorf am neuen Standort arbeiten.

„Bisherige Wachen wurden leider zu klein geplant. Man muss um das Rettungsfahrzeug zum Beispiel zwecks Reinigung herumgehen können, wie neueste Normen fordern“, macht Jens Leistner aufmerksam. Außerdem kämpfe man auch um gute Leute im Rettungsdienst. Wer den verantwortungsvollen Beruf ergreife, solle auch ein modernes Arbeitsumfeld vorfinden findet der Chef vom Rettungszweckverband Südwestsachsen.

An den Krankenhausstandorten Adorf, Schöneck und Reichenbach verschwinden also in naher Zukunft die DRK-Rettungswachen. Mit der Insolvenz der Paracelsuskliniken habe das nur sekundär zu tun, lässt Jens Leistner auf Nachfrage wissen. Wichtig sei dem Verband, Rettungswachen zu bauen, die dem Rettungszweckverband auch gehören.

2018-04-05

Quelle: Vogtland Anzeiger

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Neue Notarztfahrzeuge für die Region

Neue Notarztfahrzeuge für die Region

Foto: MSV
Foto: MSV

Der Rettungszweckverband Südwestsachsen (kurz RettZV-SWS) rüstet seine Fahrzeugflotte weiter auf. Nachdem in diesem Jahr schon etliche neue Rettungswagen angeschafft wurden, werden nun nach und nach auch die Notarzteinsatzfahrzeuge (kurz NEF) erneuert. Vergangenen Freitag verließen 4 neue Wagenvom Typ Mercedes-Benz „Vito“ die Werkshallen von Ambulanz Mobile in Richtung Zwickau/Vogtland. Die Schönebecker Firma hatte die öffentliche Ausschreibung des Rettungszweckverbandes gewonnen.

Die allrad-betriebenen Fahrzeuge werden künftig in Plauen, Reichenbach, Zwickau und Crimmitschau ihre teils mehr als 13 Jahre alten Vorgänger ablösen. Der Wechsel von den bisherigen SUV auf die Transporter macht sich deutlich im Platzangebot bemerkbar. Der Stauraum hat sich nahezu vervielfacht. Dieser Umstand vereinfacht die Arbeit des Rettungsdienstpersonals enorm. Ebenso ist es nun viel einfacher eine etwaige dritte Person, beispielsweise einen Praktikanten, mit an Board zu nehmen. Die Kosten liegen pro Wagen inklusive Spezialaufbau bei etwa 70.000 Euro. Schon heute Abend geht in Plauen das erste neue NEF in Dienst. Stationiert ist es, wie auch schon die Vorgänger, am Helios Vogtlandklinikum in Plauen. Das Krankenhaus stellt die Ärzte für den Notarztdienst in der Spitzenstadt und den umliegenden Regionen. Betrieben und gewartet wird es künftig vom Rettungsdienstpersonal der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. der Stadt Plauen. Der Medienservice Vogtland durfte exklusives Bildmaterial der neuen Fahrzeuge anfertigen. Ein Dank gilt diesbezüglich dem Wachleiter der Johanniter Rettungswache Plauen H. Hellinger und dem Geschäftsführer des Rettungszweckverbandes J. Leistner für die informelle Zuarbeit.

externer Link: Medienservice Vogtland

 

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Größte Rettungswache der Region entsteht in Glauchau

Größte Rettungswache der Region entsteht in Glauchau

Die Bauarbeiten an der Siemensstraße im Gewerbegebiet haben begonnen.

Doch bis der gesamte Komplex in Betrieb gehen kann, vergeht noch mehr als ein Jahr.

VON STEFAN STOLP

Für die neue Rettungswache in Glauchau wird das Areal derzeit hergerichtet. Foto: Andreas Kretschel
Für die neue Rettungswache in Glauchau wird das Areal derzeit hergerichtet. Foto: Andreas Kretschel

Und wieder ackern sich Baumaschinen durch den Boden in Glauchaus Gewerbegebiet. Nachdem der Batteriehersteller Triathlon und sein Servicepartner Ubatt neu gebaut hatten und das Logistikunternehmen Drefu sich erweiterte, wird nun an der Siemensstraße 10 neben der Bäckerei Förster gearbeitet. Dort entsteht aber keine Produktionsstätte oder Lagerhalle, sondern die neue Rettungswache, die die beiden jetzigen in Meerane und Glauchau ablösen soll. „Das wird die größte Rettungswache, die wir je gebaut haben“, sagt Jens Leistner, Gesch.ftsführer im Rettungszweckverband Südwestsachsen. Die Erdarbeiten für das Projekt haben begonnen. Wie Jens Leistner sagt, wird jetzt das Areal entsprechend hergerichtet. Im Frühjahr 2018 sollen die Rohbauarbeiten, wofür momentan die Ausschreibung läuft, beginnen. „Sobald es die Witterung erlaubt, fangen wir mit dem Rohbau an“, sagt der Geschäftsführer. Noch in der ersten Hälfte des Jahres 2018 soll Richtfest gefeiert werden. Endgültiger Fertigstellungstermin ist der Dezember 2018. Neben der eigentlichen Rettungswache sind auch eine Garage mit Waschhalle sowie ein Sozialtrakt vorgesehen. Die Fahrzeughalle wird mit einer Grundfläche von 765 Quadratmetern errichtet. Dort wird einmal Platz für 16 Fahrzeuge sein. Es handelt sich dabei um Rettungstransportwagen, Krankentransportwagen und Notarzteinsatzfahrzeuge. Zudem entstehen Stellplätze für Reservefahrzeuge und Waschhalle. Hinter der Fahrzeughalle wird –ebenfalls als Flachbau – ein Sozialgebäude mit einer Grundfläche von 668 Quadratmetern errichtet. Die Gesamtinvestition beläuft sich laut Jens Leistner auf etwa 2,8 Millionen Euro. Darin ist auch der Kauf der Fläche enthalten. Die Rettungswachen, die vom Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) betrieben werden, befinden sich bislang noch an zwei Standorten: An der Plantagenstraße in Glauchau und am ehemaligen Krankenhaus in Meerane. Sie können nach der Fertigstellung des Neubaus stillgelegt werden. Ursprünglich war vorgesehen, bereits im Frühjahr 2017 mit dem Bau der Rettungswache zu beginnen. Doch in der Vorbereitungsphase hat es laut Leistner zahlreiche Detailabstimmungen geben müssen. Das habe schließlich länger gedauert als ursprünglich geplant. Der Streik des Rettungsdienstes im DRK-Kreisverband Glauchau hatte mit den Verzögerungen nichts zu tun.

https://www.freiepresse.de/LOKALES/ZWICKAU/GLAUCHAU/Groesste-Rettungswache-der-Region-entsteht-in-Glauchau-artikel10034598.php

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Viele Notfälle: Rettungswachen müssen ihr Personal aufstocken

Viele Notfälle: Rettungswachen müssen ihr Personal aufstocken

In zwölf Minuten sollen die Retter am Einsatzort sein. Manchmal ist das nicht zu schaffen. Die Krankenkassen zahlen jetzt Geld für mehr Sanitäter und Rettungswagen im Vogtland.

Jens Leistner - Geschäftsführer des Rettungszweckverbandes Südwestsachs Foto: Ellen Liebner
Jens Leistner – Geschäftsführer des Rettungszweckverbandes Südwestsachs Foto: Ellen Liebner

Von Manuela Müller
erschienen am 18.10.2017
Oelsnitz/Klingenthal. Die Sanitäter hecheln im Rettungswagen von Patient zu Patient. Morgens zwischen neun und zehn Uhr geht ein Notruf nach dem anderen ein, sagt Jens Leistner, Chef des zuständigen Rettungszweckverbandes Südwestsachsen: „Allein in Plauen könnte ich für diese Stunde acht Rettungswagen mit Besatzung gebrauchen.“

Doch die Stadt muss mit vier Autos auskommen. Ähnlich sieht es in anderen Landstrichen aus. In Oelsnitz steuern die Retter immer mehr Patienten an, ebenso im Göltzschtal. Die Einsatzzahlen steigen Leistner zufolge jedes Jahr um zwei bis drei Prozent in der Region. „Es geht seit 20 Jahren nach oben“, sagt Leistner.

Der Zweckverband muss jetzt nachbessern. Nach Verhandlungen mit den Krankenkassen bekommt er Geld, um zusätzliches Personal einzustellen und Rettungswagen zu beschaffen. Im Vogtland werden ab Februar 17 neue Notfall- und Rettungssanitäter eingesetzt. Im gesamten Gebiet des Rettungszweckverbandes, zu dem neben dem Vogtland auch Zwickau gehört, sind es 35. Das sind mehr als sieben Prozent neue Stellen, denn in Südwestsachsen sind 500 Retter unterwegs.

Vor zwei Jahren hatte der Zweckverband zuletzt Mitarbeiter aufgestockt. Ein mit den Krankenkassen vereinbartes System regelt, in welchem Gebiet wann wie viele Rettungswagen fahren. Das System soll wirtschaftlich und dem Bedarf angemessen sein. Aller zwei Jahre prüft ein externer Gutachter die Zahlen im Zusammenhang mit den Krankenkassen.

Beispiel oberes Vogtland. Dort fahren tagsüber zwei Rettungswagen und nachts einer. Ab Februar kommt rund um die Uhr ein zusätzlicher Wagen. „Wir erwarten eine deutliche Verbesserung“, sagt Jens Leister. Im Göltzschtal stehen künftig fünf statt vier Fahrzeuge, und in Plauen rollen nachts drei statt zwei.

Laut Gesetz müssen die Retter in zwölf Minuten beim Patienten sein. Der Zweckverband schaffte diese Frist vergangenes Jahr in 88 Prozent seiner Einsätze. Damit belegt er in Sachsen Platz drei hinter der Stadt Dresden und dem Landkreis Leipzig, so der Geschäftsführer des Zweckverbandes. Ziel sei es, in 90 Prozent der Einsätze die gesetzlich vorgeschriebene Zeit einzuhalten. Manchmal bekomme ein Rettungsteam den nächsten Einsatz zugewiesen, während es noch einen anderen Patienten versorge. Mitunter schicke der Disponent dann den Hubschrauber los.

Pro Tag rücken die Rettungswagen im Vogtlandkreis und im Landkreis Zwickau im Schnitt 438-mal aus. Zwischen 30 und 40 Prozent davon seien keine Notfälle für den Rettungsdienst. Darunter laute Familienstreits, bei denen verunsicherte Nachbarn den Notruf wählen und Beschwerden, die der Hausarzt behandeln kann.

Eine Lösung sieht Leistner unter anderem darin, den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst mit in seinem Verband zu disponieren. Dann könne entschieden werden, wo ein Notarzt helfen müsse und wo ein niedergelassener Bereitschaftsarzt. Zumindest in Plauen habe es erste Versuche gegeben, den Bereitschaftsärzten einen Fahrdienst bereitzustellen.

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RETTER SPÜREN MEHR AGGRESSIVITÄT

Zwar sind Übergriffe auf Sanitäter im Vogtland noch die Ausnahme. Doch der Ton ist deutlich rauer geworden.

Von Uta Pasler
erschienen am 18.04.2017

Plauen. Übergriff auf Rettungs- sanitäter: Immer wieder hört man bundesweit derartige Schlagzeilen. Der Rettungszweckverband Südwestsachsen, der territorial für den Vogtlandkreis und den Landkreis Zwickau zuständig ist, ist für rund 500 Notfallsanitäter und 166 Ärzte in der Region verantwortlich. Vor zwei Jahren ließ der Verband zuletzt ermitteln, wie gefährdet die Helfer im Einsatz sind. Geschäftsführer Jens Leistner zufolge wurden alle Leistungserbringer gebeten, jede Tätlichkeit gegen Personen und Sachen zu melden. Ergebnis: Es gab zwei Vorfälle. In Plauen wurde vor dem Asylbewerberheim ein Rettungswagen demoliert, in Zwickau ein Rettungssanitäter bei einem häuslichen Einsatz mit einem Messer bedroht.

Zwei Vorfälle in zwei Jahren sind für die Verantwortlichen zwar noch immer zwei Vorfälle zuviel. Dennoch sehen sie keinen Grund, besondere Maßnahmen zu ergreifen. Leistner: „Es sind Ausnahmen, wenn man bedenkt, dass wir im Vorjahr 60.000 Einsätze hatten. Die meisten Leute sind froh und dankbar, dass ihnen geholfen wird.“

Was allerdings deutlich zugenommen habe, ist die verbale Gewalt. „Der Ton in der gesamten Gesellschaft ist rauer geworden. Beschimpfungen und Beleidigungen sind auch bei uns eher tägliches Brot“, sagt Dr. Bernd Krämer, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes. Einer schimpft, weil die Rettungskräfte angeblich zu spät sind. Ein anderer gibt unflätige Antworten, wenn ein Sanitäter bittet, den Fernseher leiser zu stellen. Das Anspruchsdenken der Bevölkerung hat sich geändert, sagt Krämer, der seit mehr als 30 Jahren im Rettungsdienst tätig ist. Gerade Einsätze am späten Abend in Gaststätten oder bei öffentlichen Veranstaltungen würden selten störungsfrei ablaufen. Drogen und Alkohol spielen eine Rolle.

Leistner zufolge sei lange diskutiert worden, ob die Retter Schutzwesten tragen sollten. „Zurzeit empfehlen wir es nicht“, sagt der Chef des Rettungszweckverbands. Vielmehr setze der Verband mit den Trägern auf Weiterbildung: Deeskalationstraining, Konfliktbewältigungsstrategien, interkulturelles Kompetenztraining. Etwa bei Ausländern muss das Team darauf gefasst sein, dass die ganze Familie dabeisteht.

Gegen die Westen spricht Krämer zufolge deren Gewicht. Diese den ganzen Dienst über zu tragen, sei kaum möglich. Doch wann überziehen? Nach Aussagen des Notarztes sind Angriffe schwer voraussehbar: „Sie entstehen urplötzlich aus einer ganz normalen Situation heraus“, sagt er. Gut fahren die Retter mit der Regelung, bei brenzlig klingenden Einsätzen auf die Polizei zu warten.

Laut Bundesregierung wurden im Jahr 2015 rund 68.000 Vollstreckungsbeamte, Feuerwehrmänner, Katastrophenschützer und Rettungssanitäter Opfer von Gewalt. Im Februar hat die Bundesregierung reagiert und ein Gesetz verabschiedet, dass diese Personen besser schützen soll. Danach wird bestraft, wer bei Unglücksfällen jene Nothilfeleistenden durch Gewalt oder durch Drohung behindert. Freiheitsstrafen von drei Monaten bis zu fünf Jahren drohen. Leistner: „Es ist ein gutes Signal für die Rettungskräfte.

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Foto: Martin Schutt/dpa
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Eine Rettungswache statt zwei

In das neue Objekt in Glauchau werden 14 Fahrzeuge passen. Der Zweckverband betritt mit diesem Projekt Neuland.

Von Holger Frenzel
erschienen am 14.11.2016

Glauchau. Im Frühjahr 2017 sollen die Arbeiten für den Bau einer neuen Rettungswache im Gewerbegebiet Nordwest in Glauchau beginnen. „Zurzeit werden die Ausschreibungen vorbereitet, damit wir sofort nach den Wintermonaten anfangen können“, sagt Jens Leistner, Geschäftsführer des Rettungszweckverbandes Südwestsachsen. Bis Mitte des Jahres 2018 sollen die Arbeiten beendet sein. Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro.

Dabei entsteht in Glauchau eine Rettungswache im XXL-Format. Das wird bei einem Blick auf die Baupläne deutlich. Die Fahrzeughalle wird mit einer Grundfläche von 765 Quadratmetern errichtet. Hier ist einmal Platz für 14 Fahrzeuge. Es handelt sich um vier Rettungstransportwagen, vier Krankentransportwagen und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge. Zudem entstehen Stellplätze für Reservefahrzeuge und eine Waschhalle. Hinter der Fahrzeughalle wird – ebenfalls als Flachbau – ein Sozialgebäude mit einer Grundfläche von 668 Quadratmetern errichtet.

Das Sozialgebäude wird mit 50 Umkleideplätzen für Männer und 16 Umkleideplätzen für Frauen eingerichtet. Neben den Sanitärbereichen sollen sechs Ruheräume sowie Aufenthaltsbereiche für die Notärzte entstehen. Zudem bekommt die Rettungswache einen Besprechungsraum mit einem dazugehörigen Stuhllager, Büros und Medikamentenlager. Das Gebäude wird mit einer Fußbodenheizung ausgestattet.

Jens Leistner ist bereits seit 1994 für den Rettungszweckverband tätig. „So ein großes Projekt wie nun in Glauchau haben wir seitdem in unserem Zuständigkeitsbereich noch nicht in Angriff genommen. Weder von der Grundfläche noch von den Kosten“, sagt Jens Leistner. Im Außenbereich sollen zudem die Zufahrt asphaltiert und 35 Stellplätze mit Ökopflaster angelegt werden.

Die Rettungswachen, die vom Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) betrieben werden, befinden sich bislang noch an zwei Standorten: An der Plantagenstraße in Glauchau und am ehemaligen Krankenhaus in Meerane. „Dabei handelt es sich aber jeweils um ältere Gebäude, an denen es einen großen Investitionsbedarf gibt“, sagt Jens Leistner. Zwischen Mai und Oktober 2015 hat der Rettungszweckverband mit einer Testwache die Situation am künftigen Standort an der Siemensstraße untersucht. Das Ergebnis: In mehr als 95 Prozent aller Einsätze konnte die Hilfsfrist von zwölf Minuten eingehalten werden. Auf dieser Grundlage konnten die Planungen vorangetrieben und im Juni 2016 ein 1400-Quadratmeter-Grundstück von der Stadt erworben werden. Nach der Fertigstellung des Neubaus gibt der Verband die beiden alten Standorte auf.

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 Foto: Tilo Steiner
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